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Herstellung

Reifenwissen

1. Bestandteile von Reifen

Automobilhersteller unterscheiden bis zu 50 verschiedene Anforderungskriterien, denen ein Reifen genügen muss, wie beispielsweise Nasshaftung, Laufleistung, Bremsverhalten und Komfort. Auch wenn sie nicht so aussehen, Reifen sind ein High-Tech-Produkt, welches aus verschiedensten Bestandteilen zusammengesetzt wird und dessen Fertigung ein komplexer Prozess ist:

 

Bestandteile eines Reifen

 

  • Gummimischung

Grundstoff für die Gummimischung bilden natürlicher und künstlicher Kautschuk, welche mit sogenannten Füllstoffen wie Ruß, Silica, Kreide, Öle, Harze, uvm. unter Druck und hoher Hitzeentwicklung angereichert werden. Nach dem Kneten wird die Gummimischung zum sogenannten Mischungsfell gezogen und als langer Strang abgekühlt. Die Gummimischung ist ausschlaggebend für Reifeneigenschaften wie Haltbarkeit, Rollwiderstand, Abrieb und Grip.

 

 

  • Karkasse

Entscheidenden Anteil an den Laufeigenschaften sowie der Tragfähigkeit von Reifen tragen die Textilfäden bzw. der Textilcord im Karkassunterbau. Die Textilfäden werden zu einem Cord verzwirnt, zu Gewebe weiter verarbeitet, mit einer dünnen Gummischicht überzogen und in einzelne Streifen geschnitten, welche die Karkasse bilden.

 

 

  • Stahlgürtelgewebe

Die sichere Materialverbindung von Stahlgewebe und Kautschuk im Stahlgürtel ist ausschlaggebend für die Sicherheit bei hohen Geschwindigkeiten und garantiert eine hohe Laufleistung.

 

 

  • Wulstkern

Der Wulstkern besteht aus mehreren Drähten aus Spezialstahl, die zu Ringen gewickelt werden, welche in etwa dem Felgendurchmesser entsprechen. Der Wulstkern ist verantwortlich für den festen Sitz des Reifens auf der Felge.

 

 

2. Reifenherstellung – ein komplexer Prozess

Reifenproduktion Conti

 

 

  • Entstehung des Reifenrohlings

Die einzelnen Komponenten werden nun auf der Aufbautrommel von Hand oder automatisch zu einem Reifenrohling zusammengefügt, welcher jedoch noch kein Profil hat und weder elastisch noch besonders haltbar ist.

 

 

  • Vulkanisation

Der Reifenrohling wird unter bestimmten Druck, in einer bestimmten Zeit, bei Temperaturen von 165 bis 200° Grad in Formen aus Aluminium „gebacken“.  Der Reifen erhält durch das Negativmuster in der Aluminiumform sein Profil und wird durch die Vulkanisation elastisch und widerstandsfähig, die einzelnen Bauteile des Reifens werden unlösbar miteinander verbunden.

 

 

  • Qualitätskontrolle

Bevor die Reifen an Sie ausgeliefert werden, muss jeder einzelne Reifen mehreren Qualitätskontrollen standhalten. Nach der Sichtkontrolle werden die Rundlaufeigenschaften jedes einzelnen Reifens maschinell überwacht und die Reifen per Röntgendiagnose überprüft. Erst wenn ein Reifen die umfangreichen Qualitätskontrollen durchlaufen hat, wird er ausgeliefert.

 

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