FAQ's zu Zweiradreifen

 


Muss ich meine Reifen einfahren?

Neue Reifen haben eine glatte Oberfläche, die weniger Kontakt zur Straßenoberfläche herstellen kann, wie eine eingefahrene, d. h. aufgerauhte Oberfläche. Sie sollten mit einem neuen Reifen also nicht ans Limit gehen, sondern ihn durch eine gemäßigte Fahrt und langsames Herantasten in Schräglage anrauhen. Erst dann kann die Oberflächenstruktur des Reifens die maximale Haftung aufbauen.

Welche Mindestprofiltiefe sollten meine Reifen haben?

Die gesetzliche Mindestprofiltiefe bei Motorradreifen beträgt laut §36 StVZO 1,6 mm. Bei Mofas, Kleinkrafträder, Mopeds und Roller bis 125ccm ist sogar nur eine Mindestprofiltiefe von 1,0 mm vorgeschrieben. Wir empfehlen jedoch den Reifen bei 3-4 mm zu wechseln, denn ein abgefahrener Motorradreifen kann das Fahrverhalten bei Nässe oder Schnee erheblich negativ beeinflussen. Das Risko von Aquaplaning ist selbst bei geringen Geschwindigkeiten erhöht, zudem werden Bremswege auf nasser Fahrbahn länger.

Muss der Speedindex exakt eingehalten werden?

Der Reifen Geschwindigkeitsindex ist im Fahrzeugschein unter der Ziffer 15 zusammen mit der Reifengröße angegeben. Der Geschwindigkeitsindex ist in Form eines Buchstabens angegeben und kann anhand der Angabe des Buchstabens aufgeschlüsselt werden.

 

Sommerreifen: Bei Sommerreifen muss der Geschwindigkeitsindex zumindest dem im Fahrzeugschein angegebenen entsprechen. Sie dürfen bei Sommerreifen den angegebenen Speed-Index auch überschreiten aber niemals unterschreiten.

 

Winterreifen: Bei Winterreifen darf der Geschwindigkeitsindex auch unterschritten werden, da davon ausgegangen wird, dass die mögliche Geschwindigkeit des Fahrzeuges im Winter nie voll ausgefahren wird. Erlaubt ist die Unterschreitung des Geschwindigkeitsindexes nur, wenn ein für den Fahrer gut sichtbarer Aufkleber mit der zulässigen Höchstgeschwindigkeit des Winterreifens im Cockpit angebracht wird. Die maximal zulässige Geschwindigkeit darf dann nicht überschritten werden, da ansonsten die Gefahr besteht, dass der Winterreifen zu warm wird und sich dadurch die Lauffläche von der Karkasse löst.


Bitte beachten Sie, dass lt. aktueller Gesetzeslage nur noch Reifen mit Alpine- bzw. Schneeflockensymbol (3PMSF) als Winterreifen vom Gesetzgeber anerkannt werden. Mit diesem Symbol gekennzeichnete Roller- und Motorradreifen gibt es jedoch nicht, weshalb auch die Unterschreitung des Speedindex nicht mehr zulässig ist. Wir empfehlen daher grundsätzlich die im Fahrzeugschein eingetragene Dimension inkl. Speedindex einzuhalten.

 

Die Aufschlüsselung der Buchstaben des Geschwindigkeitsindex zu der maximal erlaubten Geschwindigkeit finden Sie in unserem Reifenwissen.

Muss der Tragfähigkeitsindex exakt eingehalten werden?

Darf ich den im Fahrzeugschein angegebenen Tragfähigkeitsindex unterschreiten? Der Reifen Lastindex ist im Fahrzeugschein unter der Ziffer 15 zusammen mit der Reifengröße angegeben. Der Tragfähigkeitsindex wird als Zahlenkombination gemeinsam mit dem Geschwindigkeitsindex angegeben.


Der Lastindex von Reifen gibt an wie viel Gewicht ein einzelner Reifen tragen kann. Wird der Reifen mit einem höheren Gewicht belastet kann es zu Reifenschäden kommen. Der Tragfähigkeitsindex darf sowohl bei Sommerreifen als auch bei Winterreifen auf keinen Fall unterschritten werden. Eine Überschreitung des Lastindexes ist sowohl in Hinblick auf die Straßenverkehrszulassungsordnung (StvZO) als auch in Sachen Sicherheit möglich.


Es gilt hierbei jedoch grundsätzlich die jeweilige Reifenfreigabe zu beachten. Die Reifenfreigabe zu Ihrem Fahrzeug bzw. zum gewünschten Reifen gibt Auskunft über die zulässige Reifengröße sowie den Speedindex.


Die Aufschlüsselung der einzelnen Zahlenkombinationen des Tragfähigkeitsindex finden Sie in unserem Reifenwissen.

Muss der Tragfähigkeitsindex exakt eingehalten werden?

Darf ich den im Fahrzeugschein angegebenen Tragfähigkeitsindex unterschreiten? Der Reifen Lastindex ist im Fahrzeugschein unter der Ziffer 15 zusammen mit der Reifengröße angegeben. Der Tragfähigkeitsindex wird als Zahlenkombination gemeinsam mit dem Geschwindigkeitsindex angegeben.


Der Lastindex von Reifen gibt an wie viel Gewicht ein einzelner Reifen tragen kann. Wird der Reifen mit einem höheren Gewicht belastet kann es zu Reifenschäden kommen. Der Tragfähigkeitsindex darf sowohl bei Sommerreifen als auch bei Winterreifen auf keinen Fall unterschritten werden. Eine Überschreitung des Lastindexes ist sowohl in Hinblick auf die Straßenverkehrszulassungsordnung (StvZO) als auch in Sachen Sicherheit möglich.


Die Aufschlüsselung der einzelnen Zahlenkombinationen des Tragfähigkeitsindex finden Sie in unserem Reifenwissen.

Wie kann ich die Profiltiefe meiner Reifen ermitteln?

Wenn Sie keinen Profiltiefenmesser zur Hand haben, können Sie die Restprofiltiefe Ihrer Reifen auch mit Hilfe einer Ein-Euro-Münze oder anhand des TWI (Tread Wear Indicator) prüfen:

 

  • Ein-Euro-Münze: Verschwindet der goldene Rand der Münze komplett in der Profilrille, ist das Profil in Ordnung. Ist der goldene Rand jedoch mit dem Profil auf gleicher Höhe, ist das Reifenprofil nur noch ca. 3 mm tief.  Das ist gesetzlich zwar ausreichend (Mindestprofiltiefe von 1,6 mm), aber nicht zu empfehlen.
    • Tread Wear Indicator: Bei manchen Reifen kann über die im Profilgrund der Lauffläche integrierten Abriebindikatoren (TWI - Tread Wear Indicator) festgestellt werden, ob der Reifen bereits bis zur gesetzlichen Mindestprofiltiefe angefahren ist. Der Indikator bildet ab einer gewissen Restprofiltiefe schmale durchgehende Stege im Profilgrund. Die Lage des TWI ist auf der Seitenwand des Reifen durch kleine Dreiecke und die Buchstaben TWI gekennzeichnet. Oftmals zeigt der TWI jedoch nicht die hierzulande gültigen 1,6 mm an, sondern die amerikanische Normhöhe von 0,8 mm. Regelmäßiges Nachmessen ist daher weiterhin zu empfehlen.

 

Prüfen Sie zu Ihrer eigenen Sicherheit die Profiltiefe Ihrer Reifen mehrmals im Jahr!

 

Die Mindestprofiltiefe von 1,6 mm ist ein rein gesetzlicher Wert. Für Ihre Sicherheit empfiehlt REIFENDISCOUNT.DE bereits ab 3 bzw. 4 mm Rest-Profiltiefe über die Anschaffung neuer Reifen nachzudenken.

Was ist der richtige Reifendruck für meine Reifen?

Der richtige Reifen-Luftdruck ist abhängig von der Art und Größe Ihres Reifens. Hinweise zum richtigen Reifendruck für Ihr Fahrzeug finden Sie in der Bedienungsanleitung und auf Hinweisschildern am Bike selbst. Ein falscher Reifendruck ist sehr häufig die Ursache für Beschädigungen an den Reifen. Da Reifen mit die sicherheitsrelevantesten Bauteile Ihres Fahrzeuges sind und den einzigen Kontakt zur Fahrbahn ausmachen, ist es besonders wichtig den Luftdruck der Reifen regelmäßig zu überprüfen.

 

Unsere Empfehlung:Wenn Sie sich unsicher sind sollten Sie den höchsten angegebenen Luftdruck als Orientierungswert nehmen. Überprüfen Sie mindestens alle 2 Wochen den Luftdruck Ihrer Reifen und kontrollieren Sie zudem regelmäßig die Profiltiefe Ihrer Reifen!

Wie oft muss ich den Reifendruck überprüfen?

Der richtige Luftdruck von Reifen ist häufig ein Thema das von Fahrern nur wenig Aufmerksamkeit erhält, obwohl der korrekte Reifendruck ausschlaggebend ist für die Sicherheit und Wirtschaftlichkeit von Fahrzeugen. Dabei lohnt es sich den Reifendruck regelmäßig zu kontrollieren, denn der Luftdruck von Reifen ist unter Anderem verantwortlich für Brems- und Fahrverhalten, Verschleiß, Laufleistung sowie Spritverbrauch. Es lohnt sich also den Reifendruck regelmäßig zu kontrollieren!

 

Unsere Empfehlung: Kontrollieren Sie den Reifen Luftdruck an Ihrem Fahrzeug mindestens alle zwei Wochen. Kontrollieren Sie den Reifendruck auf jeden Fall bevor Sie sich auf längere Fahrten begeben!

Wie kann ich meine Reifen richtig lagern?

Es ist besonders wichtig Reifen richtig zu lagern, da durch falsche Lagerung Reifen schneller altern als gewöhnlich. Lagern Sie Ihre Reifen in einem trockenen, kühlen und dunklen Raum. Achten Sie darauf, dass Stoffe wie Lösungsmittel, Fett, Öl oder Benzin möglichst nicht mit den Reifen in Berührung kommen, da der Reifen ansonsten aufquillt. Reifen ohne Felge sollten stets stehend und Reifen mit Felge können auch liegend gelagert werden. Um es Ihnen bei der Montage der Reifen so einfach wie möglich zu machen, sollten Sie die Reifen nach dem abmontieren von Ihrem Fahrzeug den Reifen mit Laufrichtung und Position markieren.


Zum Schutz der Reifen während der Überwinterung des Motorrads kann der Reifenluftdruck um ca. 0,5 bar erhöht werden. Um Standplatten zu vermeiden, empfehlen wir regelmäßiges drehen der Reifen. Hierzu reicht es aus, das Fahrzeug wenige cm vor bzw. zurück zu schieben. Alternativ können die Räder durch Nutzung von Montageständern für das Motorrad komplett entlastet werden.

Was taugen billige Reifen aus Fernost?

In den Reifentests namhafter Testherausgeber schneiden günstige Reifen aus Fernost oft sehr schlecht ab, da häufig sicherheitsrelevante Eigenschaften wie beispielsweise das Bremsverhalten oder die Fahrsicherheit zu Wünschen übrig lassen. Meistens leisten die billigen Reifen aus Fernost nicht annähernd das, was ein hochwertiger Reifen namhafter Hersteller leisten kann.

 

Das Sortiment von REIFENDISCOUNT.DE umfasst nur die günstigen Budgetreifen, die den hohen Sicherheitsstandards in Deutschland entsprechen.

 

Einige Premiumhersteller produzieren Ihre Reifen zwar teilweise auch in fernöstlichen Ländern, jedoch werden diese Reifen nach europäischen Standards produziert. Nach Auskunft einzelner Hersteller können Premiumreifen die in Fernost produziert werden sogar minimal qualitativ besser sein als das europäische Pendant, da die Reifen von Maschinen hergestellt werden die auf dem absolut neuesten Stand der Technologie sind.

 

Unsere Empfehlung: Sparen Sie nicht an Ihrer Sicherheit und kaufen Sie sich keine billigen No-Name Reifen aus Fernost. Als Alternative führt REIFENDISCOUNT.DE günstige Mittelklasse-Reifen wie beispielsweise Reifen von Mitas, CST oder Heidenau. Auch Premiumhersteller bieten oftmals ältere Reifenmodelle weiterhin an, um kostengünstig sichere Reifen anbieten zu können.

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