Winterreifenpflicht

Reifenwissen

Winterreifenpflicht in Deutschland

Bei allen Kraftfahrzeugen (auch Motorräder und Roller) ist die Bereifung den Wetterverhältnissen anzupassen. Das bedeutet, dass bei winterlichen Straßenverhältnissen (beispielsweise Schnee und Glätte) Winterreifenpflicht vorherrscht. Diese Änderung der Strassenverkehrsordnung beschloss der Bundesrat am 21. Dezember 2005 und trat am 1. Mai 2006 in Kraft. Die Geldstrafe für Fahren ohne Winterreifen bei entsprechend schlechten Straßenverhältnissen (situative Winterreifenpflicht) wurde von 40 auf 80 € erhöht.

 

Da es ab einem Bußgeld von 80 € einen Punkt in Flensburg gibt, hat das Fahren ohne Winterreifen im Falle eines Unfalls und/oder Verkehrsbehinderung bereits einen Punkt zur Folge. Jedoch reicht schon die ungeeignete Bereifung bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte mit ungeeigneter Bereifung (Sommerreifen), um mit einem Bußgeld von 80 € sowie einem Punkt in Flensburg (§§ 2 Abs. 3a Satz 1, 49Abs. 1 Nr.2 StVO, Nr. 5 a BKat) belastet zu werden.

Winterreifenpflich in Europa

Reifenwissen

Viele europäische Länder sehen eine ganze oder teilweise Winter- oder Ganzjahresreifenpflicht vor. Diese Pflichten gelten nicht nur für Einheimische, sondern auch für Urlauber, die in die entsprechenden Länder reisen oder auch nur für den Transit nutzen. Bei Verstößen drohen Fahrern Bußgelder bis zu 5000€.

 

Damit Sie im Winter nicht ins Schleudern kommen, sollten Sie rechtzeitig Ihre Winterreifen montieren. In vielen europäischen Ländern gilt eine situative Winterreifenpflicht. Das heißt: Sobald die Straßen verschneit oder vereist sind müssen Fahrer die Winterreifen aufziehen. Dies gilt neben Pkws, Transportern und SUVs genauso für Zweiräder wie Roller, Motorräder und Mopeds. In vielen Staaten können anstelle von Winterreifen auch Schneeketten verwendet werden. Diese empfehlen sich allerdings nur, wenn Straßen durchgängig mit Eis oder Schnee bedeckt sind.

 

 

 

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